Das Salzkammergut im Freudentaumel

Salzkammergut: Die Initiatoren der Bewerbung zur EU-Kulturhauptstadt 2024 hatten auch in der Region viel Überzeugungsarbeit zu leisten. Umso größer ist jetzt die Begeisterung über den Zuschlag – die vergangene Nacht stand in Bad Ischl im Zeichen von Feiern.

Von Siegesgewissheit konnte in Bad Ischl bis zum Schluss keine Rede sein. Keiner kannte die Bewerbungsunterlagen von Dornbirn und St. Pölten. Alle wussten nur: Das Salzkammergut war mit dem kleinsten Budget (30 Millionen Euro) vor die Jury getreten.

 

Umso größer war gestern Vormittag der Jubel in der Ischler Trinkhalle, wo die Verkündung der EU-Kulturhauptstadt 2024 bei einem Public Viewing live übertragen wurde. Zuschauer fielen sich um den Hals und Tränen flossen, als die portugiesische Juryvorsitzende Cristina Farinha "Bad Ischl" sagte – und damit das Salzkammergut meinte. Denn beworben hatte sich die Region – mit Bad Ischl als Bannerstadt.

 

Die Begeisterung war umso größer, als die Bewerbung selbst in der Region nicht unumstritten war. Viele Ortspolitiker mussten erst mühsam überzeugt werden. Manche Gemeinden (Altmünster, Wolfgangsee-Gemeinden) verweigern bis heute die Teilnahme, und andere warten immer noch ab. Sie müssen sich jetzt aber rasch entscheiden. Am 1. April wird die Kulturhauptstadt GmbH gegründet, bis dahin sollte geklärt sein, wer im Boot ist.

 

Bericht OÖN/13.11.2019

 

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Bgm. Mag. Stefan Krapf, Eva Fürtbauer und StR Manfred Andeßner freuen sich über den Zuschlag des Salzkammergutes zur "Europäischen Kulturhauptstadt 2024"