Vorchdorfer Wirtschaftsvertreter schlagen Alarm - NoVa – NEU ist ein Schlag in die Magengrube

Die Wirtschaft ächzt derzeit unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Für „unfassbar“ hält deshalb der Wirtschaftsbund-Vorsitzende von Vorchdorf, Roland Lohninger, die für Mitte des Jahres 2021 geplante Einführung der NOVA, welche für VIELE Fahrzeuge mehr als 10000 € in stufenweiser Erhöhung bis 2024 betragen wird.

Ursprünglich als Abgabe für Luxusgüter eingeführt, trifft die NOVA plötzlich auch notwendige Betriebsmittel, wie zum Beispiel Firmenbusse. „Nachdem diese Abgabe auf Kraftfahrzeuge zur Personen- und Güterbeförderung bis 3,5 t ausgeweitet wurde, ist dies ein Schlag in die Magengrube der EPU,s und KMU,s“, ist Lohninger empört. Das bedeutet, dass ab 1. Juli 2021 Fahrzeuge der Klasse N1 (Kasten-, Pritschenwägen, Pick-ups, Kleintransporter etc.) erheblich verteuert werden. Die Sonderregelung, dass dies für Fahrzeuge nicht gilt, für die es einen vor dem 1. Juni 2021 abgeschlossenen, unwiderruflichen Kaufvertrag gibt, betrachtet Lohninger als wirkungslos. Durch die Corona-bedingte Unterbrechung in den Lieferketten und die Kurzarbeit in der Industrie betragen die Wartezeiten auf ein neues, umweltschonenderes Fahrzeug bis zu einem Jahr.

 Franz Amering, Bezirksstellen-Ausschussmitglied der WKO Gmunden, teilt den Unmut seines Unternehmerkollegen: „Die NOVA - NEU führt dazu, dass mit älteren Fahrzeugen vorliebgenommen wird. Das ist jedenfalls nicht im Sinne der Umwelt.“ Die Mehrkosten bewegen sich im fünfstelligen Bereich je Fahrzeug. Dass sich diese schlussendlich in erhöhten Preisen für die Konsumenten niederschlagen werden, steht für Lohninger und Amering außer Frage.

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Foto v.l.n.r.: Franz Amering und Roland Lohninger (WB Vorchdorf)